SINZINGER LINDE - Okt. 2013
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Unsere Linde wurde gefällt (Fremdeinwirkung)




Hausers Ehefrau sieht von seinem Unterrichts- u. Arbeitszimmer im 2. Stock ihrer Doppelhaushälfte zu, wie in stundenlanger Arbeit ihre Linde gefällt wird. Es fallen nämlich Blätter in den Nachbargarten. Sogar der Gärtner bewunderte den Garten von Hausers Ehefrau. Für den Rasen des Nachbargartens dürften bei der Feinarbeit etliche Nagelscheren ihren Geist aufgegeben haben. Da sind auch seltene Vögel in Gartenkäfigen eingesperrt, wieder andere aber im Freien zu sehen und zu beobachten.

Was tut man nicht alles für den Nachbarfrieden bildungsferner Bevölkerungsschichten. Also wurde die Linde gefällt. Eine andere Lösung war leider nicht möglich.


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Der Lindenbaum, aus Schuberts Winterreise

5. Der Lindenbaum („Am Brunnen vor dem Thore“) D 911,5 E-Dur
→ Hauptartikel: Am Brunnen vor dem Tore

Text: Das lyrische Ich kommt bei seiner Wanderung an einem Lindenbaum vor dem Tor der Stadt vorbei, den es nun zum letzten Mal sieht. (Der Lindenbaum wird in der romantischen Literatur häufig als Symbol für Heimat und Geborgenheit verwendet.) Das lyrische Ich fühlt sich stark zum Baum hingezogen und muss beim Vorbeiwandern die Augen schließen und sich zwingen, sich nicht umzudrehen, da der Lindenbaum eine ungeheure Anziehungskraft auf es auswirkt. Der Vers Du fändest Ruhe dort bedarf keiner Erklärung.

Musik
: Das Lied wird mit einem Vorspiel eingeleitet, das durch die Sechzehnteltriolen und die Bewegung in der Oberstimme stark an das vorherige Lied (Achteltriolen und Basslauf) erinnert. Die zunächst homophone, unterordnende Begleitung der Singstimme gibt dem Lied einen volkstümlichen Charakter. Die Tonart E-Dur spiegelt die Entrücktheit des lyrischen Ich wider, das hier in der Vergangenheit gefangen ist und ihr kaum entkommen kann. Die Textpassagen, welche sich auf die Gegenwart beziehen, sind in Moll vertont: Die oktavverschobenen Begleitstimmen in der ersten Passage (Ich musst’ auch heute wandern) erinnern an Die Wetterfahne, die zweite Stelle (Die kalten Winde bliesen) bildet mit ihren vielen Halbtonverschiebungen einen starken Kontrast zum Rest des Liedes. Das Lied endet wieder in E-Dur.




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